SCHORNSTEINFEGERINNUNG FÜR DAS SAARLAND
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.
Erdgas-Vorratshaltung für die kalte Jahreszeit
Weil der Erdgasverbrauch im Jahresdurchschnitt unterschiedlich ist, das Erdgas aber regelmäßig durch die Pipelines strömt, wird Erdgas unter Tage gespeichert. Im Winter, wenn die Nachfrage steigt, kann auf die Vorräte zurückgegriffen werden. In Tiefen von 180 m bis zu 3.000 m wird das Gas in eigens ausgewählten Lagerstätten gespeichert.
Die einzelnen Speicherarten sind der Natur abgeschaut. Es gibt Poren- bzw. Aquifer- und Kavernenspeicher.
Poren- bzw. Aquiferspeicher sind tiefe, ursprünglich wasserführende Schichten, die auch aus porösem Gestein bestehen.
Kavernenspeicher befinden sich in Salzstöcken. Sie werden von Menschenhand angelegt und funktionieren nach dem Soleverfahren: Eingepumptes Wasser löst das Salz auf und wird wieder abgepumpt. Es dauert Jahre, bis eine Kaverne von 100.000 m³ fertig gestellt ist.
Der Transport von Erdgas per Schiff oder Pipeline
Minus-Grade für Maximum-Fassungsvermögen
Um im Meer gefördertes Erdgas per Schiff zu transportieren, kühlt man es auf -162 °C herunter. Bei diesen Temperaturen verflüssigt es sich und beansprucht nur noch 1/600 seines Ursprungsvolumens. In diesem Zustand heißt es LNG = Liquified Natural Gas. Fasst beispielsweise ein normaler Tanker 125.000 Kubikmeter, so werden am Zielhafen daraus 75 Mio. m³ - ausreichend, um eine 300.000-Einwohner-Stadt ein Jahr lang zu versorgen.
Wissenswertes über den Transport durch die Pipelines und die Lagerung von Erdgas, haben wir für Sie kurz und prägnant zusammengefasst. Sehen Sie selbst.
Erdgas kommt nicht überall vor
Bestimmte Regionen der Erde sind im Vorteil bei der Verteilung der Ressourcen. Dazu gehören Russland, der Nahe Osten, der arabische Golf, Nordamerika mit den USA, der Ferne Osten, besonders China, Afrika mit Algerien und Nigeria und in Europa Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen sowie Österreich. Die Übersicht zeigt die bedeutendsten Vorratsregionen der Welt.
Das weltgrößte Vorkommen befindet sich auf dem Meeresboden im Atlantik
Fachleute schätzen, dass sich das größte Einzelvorkommen an fossiler Energie in etwa 2.000 bis 3.000 Metern Tiefe vor der nordamerikanischen Ostküste befindet. Es handelt sich um so genanntes Gashydrat, eine physikalische Verbindung aus Gas und Wasser. Dieses Gashydrat liegt als fester schneeartiger Teppich auf dem Boden des Atlantiks. Unter erschwerten Bedingungen konnten bereits Proben entnommen werden. Jedoch sind sich die Wissenschaftler noch nicht klar darüber, wie man das Gashydrat fördern kann, ohne das empfindliche ökologische System des Meeresbodens zu stören. Da es eine Vielzahl von neu entdeckten Erdgasvorkommen gibt, die leichter zu fördern sind, besteht keine Dringlichkeit, diese nordamerikanischen Vorkommen zu erschließen.
Klartext über die Erdgasvorräte
Ressourcen und Reserven
Bei der Bestimmung der Erdgasvorräte und ihrer Reichweite sind folgende Unterschiede zu machen: Unter Erdgasressource versteht man den Bestand, der durch Probebohrungen nachgewiesen ist. Unter Reserve sind die Erdgasvorkommen zu verstehen, die nach Fachmeinung sicher gefördert werden können.
Wie lange reichen die Erdgasvorräte?
Wie lange die Erdgasvorräte reichen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Erstens gibt es noch unentdeckte Vorkommen. Zweitens hängt die Schätzung vom Weltverbrauch ab. Drittens sind Fortschritt und andere Energien einzubeziehen, die den Verbrauch dezimieren können. Als grobe Schätzung von Wissenschaftlern reichen die Vorkommen ca. 160 Jahre - inklusive aller bis dahin bekannten Reserven und Ressourcen.
Erdgas ist vor Millionen Jahren aus organischen Stoffen entstanden. Abgestorbene Kleinstorganismen, Plankton und Algen lagerten sich im Schlamm auf dem Grund riesiger Ozeane ab und wurden langsam von Schichtgesteinen überdeckt. Dadurch wurden die organischen Stoffe von der Luftzufuhr abgeschlossen, eine vollständige Verwesung konnte nicht stattfinden. Gesteine mit großen Mengen an organischem Kohlenstoff werden als ?Muttergestein? bezeichnet. Im Laufe der Zeit lagerten sich immer neue Schichten ab, die Gesteinsschichten wurden stetig dicker. Durch die Zunahme der Gesteinsmasse stiegen auch der Druck und die Wärme aus dem Erdinneren kontinuierlich. Bei 120° bis 180° C und in Tiefen von 4.000 bis 6.000 m konnte das Muttergestein ideal ?reifen? und es setzte ein Fäulnisprozess der organischen Stoffe ein, dessen Resultat gasförmige Kohlenwasserstoffe waren. Im Wesentlichen spaltete sich das organische Material einerseits in einfache organisch-chemische Verbindungen wie Methan, Benzol usw. Andererseits lagerte sich das organische Material in neuen Molekülverbindungen wieder an. Dieser Prozess dauerte über Jahrmillionen und konnte so lange erfolgen, wie im Muttergestein Wasserstoff vorhanden war. Aufgrund seiner geringeren spezifischen Dichte wanderte das Erdgas aus dem Muttergestein in porösere Gesteinsschichten nach oben. Stieß das Gas auf diesem Weg auf gasdichte Schichten, bildete sich eine Erdgaslagerstätte.
