SCHORNSTEINFEGERINNUNG FÜR DAS SAARLAND
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.
Feuerstätten für feste Brennstoffe erfreuen sich durch die steigenden Preise für Öl und Gas wieder zunehmender Beliebtheit. Bei der Errichtung von Feuerstätten und oftmals auch von notwendigen Abgasanlagen sind einige grundsätzliche Anforde-rungen zu beachten. Die Unterlage stellt eine Handreichung für alle Schornstein-feger dar und soll im Rahmen der Kundenberatung zum Einsatz gelangen. Für die Weiterbildung und zur Information der Berufsangehörigen wird das Arbeitsblatt über Feuerstätten für feste Brennstoffe des ZIV neu aufgelegt.
Um einen hohen Wirkungsgrad und eine emissionsarme Verbrennung zu errei-chen, müssen drei wichtige Faktoren in Einklang stehen. Das wichtigste Kriterium ist eine technisch hochwertige Feuerstätte die nach dem Stand der Technik kon-struiert und gebaut wurde. Sie muss für die bestehende oder die zu errichtende Abgasanlage geeignet sein.
Eine wichtige Rolle spielt auch der Brennstoff. Er soll entsprechend aufbereitet, gelagert und getrocknet werden. Über all diesen Vorgaben steht jedoch letztlich der Betreiber. Er ist dafür verantwortlich, dass die Feuerstätte ordnungsgemäß be-trieben wird. Nur bei richtigem Verhalten des Betreibers kommen die Vorzüge ei-ner hochwertigen Feuerungsanlage zur Geltung. Dies ist Voraussetzung für einen schadstoffarmen und umweltfreundlichen Betrieb, der Belästigungen der Nach-barn weitestgehend ausschließt
Holz gilt als CO2-neutraler Brennstoff. Bei der Verbrennung oder Verrottung von Holz wird genauso viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze (Baum) vorher aus der Atmosphäre entnommen hat. Diesbezüglich besteht zwischen Pflanzenwachstum und Verwertung von Holz ein regelrechter Kreislauf. Man spricht bei der Nutzung von Holz, auch von Kreislaufwirtschaft oder Nachhaltigkeit.
Mindestwirkungsgrade von Einzelfeuerstätten
Raumheizer für feste Brennstoffe nach DIN EN 13240 70 %
Pelletöfen für feste Brennstoffe nach DIN 18894 78 - 80 %
Herde für feste Brennstoffe nach DIN EN 12815 65 - 75%
Kamineinsätze nach DIN EN 13229 60 ? 70 %
Offene Kamine nach DIN EN 13229 > 30 %
Grundöfen nach TROL > 76 %
